Sangwok Park springt mit einer Glanzleistung für Florian Krumpöck ein
Am 22.05.2011 wird auf SWR der Film „Konzertreise auf 4 PS“ ausgestrahlt. Ein Pianist sucht nach Entschleunigung und plant seine Konzertreise ohne technische Fortbewegungsmittel, nur mit einem vierspännigen Fuhrwerk. Der Pianist, um den es sich in dieser Geschichte handelt, ist nicht Florian Krumpöck, denn sonst wäre er am Samstag im Großen Ehrbarsaal aufgetreten. Stattdessen wurde er in Tel Aviv am Flughafen aufgehalten und verpasste sein Flugzeug.

Der erst 21 jährige Pianist Sangwok Park sprang innerhalb von ein paar Stunden ein und bescherte einem überraschten Publikum einen unvergesslichen Konzertabend. Denn beweist schon das Einspringen Mut genug, präsentierte sich Park, der u.a. Schüler von Florian Krumpöck ist, ein virtuoses, wie mutiges Programm gleichermaßen. Im ersten Teil eröffnete er mit Liszts romantischer „Sposalizio“ aus den „Annés de Pélèrinages“ und setzte ein Stück Musikgeschichte oben drauf: Beethovens „Appassionata“.

Nach der Pause begann es fast schon gemächlich mit Chopins Ballade g-moll. Liszts „Rigoletto Paraphrase“ setze einen ersten musikalischen Höhepunkt, man hätte am liebsten mit dem jungen Musiker mit musiziert, so voller Kraft und Beschwingtheit wurde einem dieses Werk von ihm zu Ohren gebracht.
Den Schlusspunkt setzte Park mit keinem geringeren Werk als Liszts „Dante-Sonate“, das er virtuos, mit unglaublichem musikalischem Gespür und meisterhafter Technik, umsetzte. Nicht endenwollender Jubel entlockte dem jungen Künstler, dem eine viel versprechende Karriere zu prognostizieren ist, noch zwei Zugaben nach dieser Tour de force.
F. Liszt: Sposalizio
F. Liszt: Rigoletto-Paraphrase
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