Eine Reise von Bach bis Strauss im Ehrbarsaal
Was kann man sich mehr wünschen, als den international tätigen Solocellisten der Wiener Philharmoniker Franz Bartolomey mit dem Allerheiligsten eines Cello-Virtuosen zu erleben: einer Suite für Violoncello von Johann Sebastian Bach. Hochvirtuos und gleichzeitig an Simplizität kaum zu übertreffen nahm Franz Bartolomey das Konzertpublikum im Ehrbarsaal mit der 3. Suite in C-Dur (BWV 1009) auf eine Reise durch mitteleuropäische Musiktradition.

Franz Bartolomey & Florian Krumpöck, © Raphael Zwiauer
Flankiert von Florian Krumpöck trat Bartolomey kurz darauf erneut auf um das Publikum in die 200 Jahre später entstandene Musik der Zweiten Wiener Schule Anton Weberns zu entführen. Auf die wohlklingenden, gefühlvoll interpretierten kleinen tonalen Werke folgten attacca drei atonale Stücke des 1883 in Wien geborenen Komponisten, die den frühen Einfluss Arnold Schönbergs deutlich hervorbrachten. Mit Brahms erster Cellosonate in e-moll, op. 38 wurde der erste Teil beschlossen und der Bogen wieder zu Bach gespannt, zitierte Brahms in dieser Sonate doch dessen "Kunst der Fuge".
Im zweiten Teil brillierten Bartolomey und Krumpöck mit Strauss` Sonate für Violoncello und Klavier in F-Dur op. 6, ein frühes Werk des 20jährigen Komponisten, dass den Abend fulminant ausklingen lies.
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