Der Große Ehrbarsaal
Der Ehrbar Saal wurde im Jahr 1867 vom Klavierfabrikanten Friedrich Ehrbar in der Mühlgasse 30 an der Stelle eines alten, zu klein gewordenen Saales erbaut. Architekt Julius Schrittwieser orientierte sich am Baustil der italienischen Hochrenaissance. Schnell wurde der akustisch ideale Aufführungsort im Herzen der Wiener zu einem musikalischen Zentrum der Stadt.
© Raphael Zwiauer
Der berühmte ehemalige Konzertsaal der Klavierfirma Ehrbar in der Mühlgasse 28, der um die Jahrhundertwende im Wiener Konzertleben eine bedeutende Rolle spielte, wurde nach dem zweiten Weltkrieg in seiner alten Form wiederhergestellt und im November 1946 mit einem Festkonzert der Wiener Philharmoniker der Öffentlichkeit übergeben.
In diesem Saale haben u.a. Johannes Brahms, Anton Bruckner, Max Reger, Gustav Mahler wiederholt gewirkt. Während des Ersten Weltkrieges wurden die Ehrbarsäle als Vorratsräume benützt und dienten anschließend als Fabrikslokalitäten und Magazine. Im Jahre 1937 wurde der Saal notdürftig adaptiert und in bescheidenem Rahmen in den Wiener Konzertbetrieb eingegliedert. Im Zweiten Weltkrieg wurde er allerdings wieder als Magazin in Verwendung genommen. Direktor Prayner hat dann den Saal auf seine Kosten renovieren lassen. Die unscheinbaren Übertünchungen wurden entfernt und die alten Stuckvergoldungen wieder freigelegt.
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